Die beste Wandfarbe: Wie erkennt man echte Qualität in der Flut an Produkten?
Jeder Hersteller behauptet, dass genau seine die beste Wandfarbe sei. Die Regale der Baumärkte sind voll von Versprechen über perfektes Weiß, hohe Abwaschbarkeit oder maximale Deckkraft. Doch wie orientiert man sich in diesem Angebot und findet einen Anstrich, der nicht nur gut aussieht, sondern den Wohnkomfort auch funktional unterstützen kann?
Die „beste“ Wandfarbe lässt sich deshalb nicht allein nach Farbe und Optik beurteilen. Je nach Einsatzbereich können auch Kriterien wie Reinigungsfähigkeit, Wasserdampfdiffusion, Emissionen, Oberflächenwirkung und der Umgang mit Feuchtigkeit eine wichtige Rolle spielen.
1. Mehr als nur Dekoration: Funktionalität im Alltag
Eine Wandbeschichtung muss heute nicht nur den gewünschten Farbton liefern. Je nach Produkt können zusätzliche funktionale Eigenschaften interessant sein – beispielsweise eine robuste Oberfläche, Wasserdampfdiffusionsoffenheit oder eine Beschaffenheit, die den Umgang mit Feuchtigkeit und Wärme beeinflussen kann.
Entscheidend ist dabei, die Eigenschaften des jeweiligen Produkts genau zu betrachten und sie an die Anforderungen des Raumes anzupassen. Eine Beschichtung kann bestimmte bauphysikalische Eigenschaften unterstützen, ersetzt jedoch keine ausreichende Lüftung, fachgerechte Baukonstruktion oder notwendige Maßnahmen gegen Feuchtigkeit.
2. Beständigkeit, die den Alltag übersteht
Einen hochwertigen Anstrich erkennt man unter anderem an seiner Widerstandsfähigkeit im täglichen Gebrauch. In Fluren, Küchen, Kinderzimmern oder anderen stärker beanspruchten Bereichen sind eine gute Reinigungsfähigkeit und ausreichende Nassabriebfestigkeit besonders wichtig.
Bei der Auswahl lohnt sich deshalb ein Blick auf die Angaben des Herstellers und – sofern angegeben – auf die Nassabriebklasse nach EN 13300. Eine geeignete Oberfläche kann dazu beitragen, dass Verschmutzungen entfernt werden können, ohne dass die Wand bei jeder stärkeren Beanspruchung neu gestrichen werden muss.
3. Raumluft: Was bleibt nach dem Streichen zurück?
Wandflächen nehmen in einem Wohnraum eine große Fläche ein. Deshalb spielen auch Emissionen und die Zusammensetzung einer Beschichtung eine wichtige Rolle. Wer Wert auf ein möglichst emissionsarmes Raumklima legt, sollte auf die technischen Angaben des jeweiligen Produkts achten.
Insbesondere bei Schlafzimmern, Kinderzimmern oder Räumen, die von empfindlichen Personen genutzt werden, können emissionsarme bzw. schadstoffarme Produkte eine interessante Wahl sein. Aussagen wie „für Allergiker geeignet“ oder „VOC-frei“ sollten dabei immer anhand der konkreten Produktdokumentation und entsprechender Prüfungen beurteilt werden.
4. Intelligentes Feuchtigkeitsmanagement
Feuchtigkeit gehört zu den wichtigsten Faktoren für ein dauerhaft angenehmes Raumklima. Eine Wandbeschichtung sollte deshalb nicht unnötig die Wasserdampfdiffusion behindern, wenn die Konstruktion eine diffusionsoffene Ausführung erfordert.
Eine wasserdampfdiffusionsoffene Beschichtung kann den Feuchtehaushalt einer Wandkonstruktion unterstützen. Je nach Material und Aufbau können zusätzlich kapillaraktive Eigenschaften eine Rolle spielen. Wichtig bleibt jedoch: Bei Feuchteschäden müssen zunächst die Ursachen geklärt werden – beispielsweise aufsteigende Feuchtigkeit, Leckagen, Schlagregen, Wärmebrücken oder dauerhaft zu hohe Raumluftfeuchtigkeit.
Eine Wandfarbe kann ein sinnvolles Element eines solchen Konzepts sein, ersetzt aber keine Bauwerksabdichtung und keine ausreichende Lüftung.
5. Ästhetik: Tiefmatt für eine ruhige Oberfläche
Auch die Optik spielt bei der Wahl einer Wandfarbe eine wichtige Rolle. Eine tiefmatte Oberfläche erzeugt eine ruhige, gleichmäßige Wirkung und kann Reflexionen auf der Wand reduzieren. Dadurch werden kleine Unebenheiten des Untergrunds häufig weniger stark hervorgehoben als bei glänzenden Oberflächen.
Welche Oberflächenwirkung tatsächlich am besten geeignet ist, hängt jedoch vom Raum, vom Untergrund und vom gewünschten Gestaltungskonzept ab. Tiefmatt ist daher eine Möglichkeit – aber nicht für jede Anwendung automatisch die beste Lösung.
6. Was bietet ClimateCoating ThermoPlus?
Wer über eine klassische Wandfarbe hinaus auch funktionale Eigenschaften einer Beschichtung nutzen möchte, kann sich ClimateCoating ThermoPlus näher ansehen. Die Beschichtung wurde für den Einsatz im Innenbereich entwickelt und verbindet die Funktion einer Wandbeschichtung mit zusätzlichen thermischen und bauphysikalischen Eigenschaften.
- Thermokeramische Eigenschaften: Die spezielle Zusammensetzung mit hohlen Mikrosphären beeinflusst das Verhalten der beschichteten Oberfläche gegenüber Wärmestrahlung. Dadurch kann die Beschichtung dazu beitragen, den thermischen Komfort im Raum zu unterstützen.
- Unterstützung des Feuchtemanagements: Je nach Untergrund und konstruktivem Aufbau können diffusionsoffene Beschichtungssysteme dazu beitragen, den natürlichen Feuchtehaushalt der Wand nicht unnötig zu behindern.
- Unterstützung bei der Schimmelprävention: Eine Beschichtung kann das Risiko oberflächlicher Kondensation unter bestimmten Bedingungen beeinflussen. Voraussetzung ist jedoch, dass die eigentlichen Ursachen von Feuchtigkeit und Schimmel berücksichtigt und gegebenenfalls beseitigt werden.
- Geeignet für unterschiedliche Innenräume: ThermoPlus kann dort interessant sein, wo neben der gewünschten Optik auch funktionale Eigenschaften einer Innenbeschichtung gefragt sind. Für sensible Einsatzbereiche sollten die jeweils aktuellen technischen Produkt- und Prüfunterlagen berücksichtigt werden.
- Langfristige Nutzung: Die tatsächliche Lebensdauer und optische Beständigkeit eines Anstrichs hängen unter anderem von Untergrund, Vorbereitung, Verarbeitung, Beanspruchung und Reinigung ab. Deshalb sollte die erwartete Nutzungsdauer immer objektbezogen betrachtet werden.
Mehr Informationen: ClimateCoating ThermoPlus
Fazit: Die richtige Wandfarbe hängt vom Einsatzbereich ab
Die beste Wandfarbe ist nicht zwangsläufig die mit der auffälligsten Werbung oder den meisten Versprechen auf dem Etikett. Entscheidend sind die Eigenschaften, die für den jeweiligen Raum tatsächlich relevant sind: Reinigungsfähigkeit, Oberflächenwirkung, Emissionen, Wasserdampfdiffusion und gegebenenfalls zusätzliche funktionale Eigenschaften.
ClimateCoating ThermoPlus ist eine interessante Option für Anwender, die bei einer Innenbeschichtung neben der klassischen Farbwirkung auch thermische und bauphysikalische Aspekte berücksichtigen möchten. Ob sie für ein konkretes Projekt geeignet ist, sollte anhand des Untergrunds, der Raumnutzung und der gewünschten Eigenschaften beurteilt werden.