Praktische Tipps für das Auftragen Ihrer Innen-Wandfarbe
Beim Auftragen einer technologisch fortschrittlichen Beschichtung wie ClimateCoating ThermoPlus gelten etwas andere Regeln als bei herkömmlicher Kalkfarbe aus dem Baumarkt. Damit die Keramik-Mikrosphären eine perfekte thermokeramische Membran bilden und Ihnen die versprochenen Einsparungen bringen, muss der richtige technologische Ablauf eingehalten werden.
In diesem Artikel haben wir praktische Tipps von Profimalern zusammengefasst, mit denen Sie das Auftragen von ThermoPlus auch in Eigenregie fehlerfrei meistern.
1. Untergrundvorbereitung: Die Basis des Erfolgs
Eine thermokeramische Membran benötigt ein festes und sauberes Fundament, um korrekt mit der Wand „kommunizieren“ zu können.
- Wände reinigen: Staub, Spinnweben und Fett sind Feinde der Haftung. Reinigen Sie die Wände mit einem Besen oder Staubsauger.
- Alte Schichten entfernen: Wenn sich bereits zehn Schichten alter Farbe ablösen, sollten Sie diese lieber abkratzen. ThermoPlus hat eine hohe Haftkraft – aber wenn der alte Untergrund nachgibt, blättert die neue Beschichtung mit ihm ab.
- Grundierung ist Pflicht: Verwenden Sie eine Systemgrundierung (z. B. ClimateCoating FixPlus). Diese gleicht die Saugfähigkeit der Wand aus und stellt sicher, dass das wertvolle Bindemittel der Beschichtung nicht tief im Putz „versinkt“, sondern an der Oberfläche bleibt, um die Membran zu bilden.
2. Mischen: Vorsicht mit dem „Bohrer“
Im Inneren der Beschichtung befinden sich Millionen hohler Keramikkugeln. Diese sind zwar stabil, vertragen aber keine grobe mechanische Behandlung.
- Langsam rühren: Verwenden Sie ein Rührgerät mit niedriger Drehzahl. Ziel ist es, die Beschichtung zu homogenisieren (Pigment und Kugeln zu vermischen), nicht Luft unterzuheben.
- Verdünnung mit Wasser: Falls die Beschichtung zu dickflüssig ist (besonders beim ersten Anstrich auf saugfähigem Untergrund), können Sie max. 5 % sauberes Wasser hinzufügen. Zu viel Wasser würde jedoch die Dichte der Keramikkugeln in der getrockneten Schicht stören und den energetischen Effekt verringern.
3. Das richtige Werkzeug: Auf die Walze kommt es an
Da ThermoPlus eine spezifische Konsistenz hat, erschwert eine billige Walze die Arbeit.
- Kurzflor- oder Mittelflorwalze: Ideal ist eine hochwertige Polyamidwalze (Flor ca. 10–12 mm). Sie sorgt für einen gleichmäßigen Auftrag ohne übermäßiges Spritzen.
- Pinsel für Details: Ecken und Kanten an Heizkörpern sollten mit einem hochwertigen Pinsel gestrichen werden. Achten Sie darauf, keine zu dicken Schichten (Farbnasen) zu hinterlassen.
4. Anwendungstechnik: „Nass-in-Nass“
Damit die Membran durchgehend und funktional ist, beachten Sie diese Grundsätze:
- Zwei Schichten sind das Minimum: Der thermokeramische Effekt entfaltet sich erst ab einer gewissen Schichtdicke voll. Tragen Sie immer zwei Schichten auf.
- Streichrichtung: Arbeiten Sie systematisch. Tragen Sie die Farbe in Bahnen auf und verschlichten Sie diese anschließend senkrecht. Versuchen Sie im Tempo „Nass-in-Nass“ zu arbeiten, damit nach dem Trocknen keine Ansätze sichtbar sind.
- Trocknungszeit: Warten Sie zwischen dem ersten und zweiten Anstrich mindestens 6 bis 12 Stunden (je nach Temperatur und Feuchtigkeit). Die Beschichtung muss handtrocken und stabil sein.
5. Achtung bei Temperatur und Lüftung
- Nicht bei Frost oder Hitze auftragen: Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 15 °C und 25 °C. Ist es zu heiß, verdunstet das Wasser zu schnell und die Membran kann sich nicht korrekt ausbilden.
- Leichte Lüftung: Sorgen Sie während der Trocknung für eine leichte Luftzirkulation, vermeiden Sie aber starken Durchzug.
PROFI-TIPP: Wenn Sie einen kräftigen Farbton streichen, achten Sie auf gleichmäßigen Druck der Walze. Die Keramikkugeln können bei unterschiedlichem Druck feine Lichtreflexionen erzeugen, was bei dunklen Farben wie Flecken wirken kann. Sanfte, abschließende Walzenstriche in eine Richtung (von oben nach unten) eliminieren diesen Effekt.
Fazit: Qualität bei der Anwendung = Lange Lebensdauer
ClimateCoating ThermoPlus ist kein Anstrich für nur zwei Saisons. Wenn Sie diese grundlegenden Schritte beachten, bleiben Ihre Wände 10 Jahre und länger schön, sauber und energiesparend. Zudem ist diese Beschichtung abwaschbar, sodass Sie alltägliche Verschmutzungen einfach mit einem feuchten Tuch entfernen können.