Diffusionsoffener Anstrich für historische Fassaden: Warum reicht es nicht aus, wenn die Wand nur „atmet“?
Bei der Sanierung historischer Gebäude ist der Begriff „diffusionsoffen“ die häufigste Forderung von Denkmalschutzbehörden und Sanierungsexperten. Historisches Mauerwerk aus Stein, Backstein und Kalkmörtel fungiert wie ein lebendiger Organismus, der ständig Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Wenn Sie diesen Prozess durch einen ungeeigneten Anstrich stoppen, verurteilen Sie das Gebäude zum schleichenden Verfall. Doch was bedeutet Diffusionsoffenheit eigentlich genau, und wie wählt man einen Anstrich, der das Denkmal wirklich schützt?
1. Was ist der Diffusionswiderstand und der sd-Wert?
Physikalisch wird die Atmungsaktivität eines Anstrichs durch den sd-Wert (wasserampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke) ausgedrückt. Diese Zahl gibt an, wie dick eine ruhende Luftschicht sein müsste, um dem Wasserdampf denselben Widerstand entgegenzusetzen wie der betreffende Anstrich.
- sd < 0,1 m: Der Anstrich ist hochgradig wasserdampfdurchlässig (ideal für Denkmäler).
- sd > 0,5 m: Der Anstrich ist diffusionsdicht und für historische Gebäude gefährlich.
Die meisten traditionellen Denkmalschutz-Anstriche (Kalk, Silikat) erfüllen diese Bedingung. Das Problem ist jedoch, dass sie passiv sind. Dampf kann sie zwar passieren, aber der Anstrich unterstützt die Bewegung in keiner Weise.
2. Das Risiko der „eingeschlossenen“ Feuchtigkeit
Wenn Sie auf einen alten Putz einen Anstrich mit hohem Diffusionswiderstand auftragen (z. B. eine moderne Acrylfarbe), erzeugen Sie an der Oberfläche eine undurchlässige „Plastikfolie“. Feuchtigkeit, die aus dem Fundament aufsteigt, stößt auf diese Barriere, kondensiert darunter und beginnt, Druck aufzubauen.
Das Ergebnis: Der Anstrich beginnt Blasen zu werfen, der darunterliegende Putz degradiert und die Feuchtigkeit steigt in höhere Stockwerke auf, wo sie in Deutschland häufig wertvolle Innenmalereien und Holzkonstruktionen zerstört.
3. ClimateCoating History: Aktive Diffusion auf physikalischer Basis
Der Anstrich ClimateCoating History hebt das Konzept der Diffusionsoffenheit auf ein völlig neues Niveau. Er ist nicht nur dampfdurchlässig – er ist aktiv diffusiv. Dank seiner einzigartigen thermokeramischen Membran arbeitet er proaktiv mit der Feuchtigkeit:
A. Endothermische Austrocknung
Dank der keramischen Mikrosphären vergrößert der Anstrich die Oberfläche, über die Wasser verdunsten kann, dramatisch. Dieses Phänomen wirkt wie eine „physikalische Pumpe“, die Wassermoleküle förmlich aus den Kapillaren des Mauerwerks zieht und sie an die Außenluft abgibt.
B. Variable Dampfdurchlässigkeit
Die History-Membran ist intelligent. Wenn die Feuchtigkeit im Mauerwerk hoch ist, „öffnen“ sich die Poren der Membran, um einen maximalen Dampfabtransport zu ermöglichen. Sobald das Mauerwerk eine Ausgleichsfeuchte erreicht hat, beginnt der Anstrich als Schutzschild zu wirken, der die erneute Aufnahme von Feuchtigkeit aus extrem feuchter Außenluft (z. B. bei Nebel) verhindert.
4. Warum ist eine trockene Wand besser als eine nur „atmungsaktive“?
Passive diffusive Anstriche (Kalk) lassen Dampf entweichen, lassen aber gleichzeitig Regenwasser eindringen. ClimateCoating History funktioniert jedoch in eine Richtung:
- Nach außen: Maximale Durchlässigkeit für Wasserdampf (Austrocknung des Mauerwerks).
- Nach innen: Undurchlässigkeit für flüssiges Wasser (Schutz vor Regen).
Auf diese Weise stellt der Anstrich sicher, dass das historische Mauerwerk seine natürliche Wärmedämmfähigkeit erreicht. Ein trockener Ziegel isoliert, ein nasser Ziegel leitet die Kälte.
Fazit
Ein diffusionsoffener Anstrich ist für ein Denkmal eine Notwendigkeit, aber im Jahr 2026 sollten wir mehr verlangen. Passives Atmen reicht nicht aus; wir benötigen ein System, das das Mauerwerk aktiv von überschüssiger Feuchtigkeit befreit und es vor externen Einflüssen schützt. ClimateCoating History ist die intelligente Lösung, die strengste Denkmalschutz-Kriterien erfüllt und dem Denkmal gleichzeitig die Technologie der aktiven Austrocknung bringt.